Fachrichtung

Geowissenschaft-Abschlussarbeit: Feldarbeit, GIS und Datenanalyse

Abschlussarbeit in Geowissenschaft mit Feldarbeit und GIS-Analyse
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Dr. Johannes Weigl
· 10. März 2026 ·
2 Min. Lesezeit

Du stehst bei Regen an einem Aufschluss, das Feldbuch wird nass, und du versuchst, eine geologische Karte zu zeichnen, während dir die Kompassnadel wegen des magnetitreichen Gesteins Unsinn anzeigt. Geowissenschaft ist nichts für Stubenhocker.

Aber irgendwann musst du die Daten vom Feld an den Schreibtisch bringen — und aus Gesteinsproben, GPS-Punkten und Messwerten eine wissenschaftliche Arbeit machen.

Was Geowissenschaft-Arbeiten besonders macht

  • Felddaten: Geländearbeit ist oft die primäre Datenquelle
  • Räumliche Analyse: GIS und Kartierung spielen eine zentrale Rolle
  • Skalenvielfalt: Vom Dünnschliff bis zur Plattentektonik
  • Interdisziplinarität: Chemie, Physik, Biologie und Informatik fließen ein

Tipp 1: Geländearbeit systematisch planen

Bevor du ins Feld gehst:

  • Literaturrecherche zum Arbeitsgebiet (geologische Karten, Vorarbeiten)
  • Probennahmestrategie festlegen (systematisch, nicht zufällig)
  • Equipment-Checkliste: Geologenhammer, Kompass, GPS, Feldbuch, Probenbeutel, Kamera
  • Zeitplan: Geländekampagnen mit Puffertagen für schlechtes Wetter

Dokumentiere jeden Aufschluss mit GPS-Koordinaten, Foto, Skizze und Gesteinsansprache.

Tipp 2: GIS als analytisches Werkzeug nutzen

Geoinformationssysteme sind mehr als Kartenerstellung:

  • Räumliche Analysen: Verschneidung, Buffer, Interpolation
  • Digitale Geländemodelle (DGM): Morphologische Analysen, Hangneigungen
  • Fernerkundung: Satellitenbildauswertung für großräumige Analysen
  • Kartografische Darstellung: Professionelle geologische Karten erstellen

Lerne QGIS oder ArcGIS frühzeitig — es lohnt sich für jede geowissenschaftliche Arbeit.

Tipp 3: Laboranalysen sauber dokumentieren

Je nach Teilgebiet:

  • Dünnschliff-Mikroskopie: Mineralbestimmung, Gefügeanalyse, Fotodokumentation
  • Geochemie: RFA, ICP-MS, Isotopenanalyse — Messbedingungen und Standards angeben
  • Sedimentologie: Korngrößenanalysen, Karbonatgehalt, organischer Kohlenstoff
  • Paläontologie: Fossilbestimmung, Dokumentation, Vergleich mit Referenzmaterial

Alle Proben mit eindeutiger Nummerierung und Herkunftsangabe versehen.

Tipp 4: Geologische Karten und Profile erstellen

Karten sind das Herzstück geowissenschaftlicher Arbeiten:

  • Geologische Karte mit Legende nach DIN/IUGS-Farbstandards
  • Profilschnitte mit korrektem Maßstab und Überhöhung
  • Stratigraphische Säulen für Sedimentabfolgen
  • Strukturgeologische Diagramme (Stereoplots, Rosetten)

Achte auf professionelle Kartendarstellung — das ist dein Aushängeschild.

Tipp 5: Ergebnisse in den regionalen und globalen Kontext einordnen

Geowissenschaft denkt in Maßstäben:

  • Was bedeuten deine lokalen Ergebnisse im regionalen Kontext?
  • Gibt es Verbindungen zu globalen Prozessen (Plattentektonik, Klimawandel)?
  • Wie passen deine Daten zu publizierten Modellen?
  • Welche Anwendungen ergeben sich (Rohstoffe, Georisiken, Grundwasser)?

Wie akademisches Coaching in der Geowissenschaft hilft

Ein wissenschaftliches Coaching unterstützt dich:

  • Datenaufbereitung — vom Feldbuch zur wissenschaftlichen Darstellung
  • GIS-Methodik — räumliche Analysen sauber aufsetzen
  • Strukturierung — Geländedaten, Laborergebnisse und Interpretation verbinden
  • Wissenschaftliches Formulieren — geowissenschaftliche Sachverhalte präzise beschreiben

Vom Aufschluss zur Abschlussarbeit — ein Coaching begleitet dich auf dem Weg.

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Häufige Fragen zu diesem Thema

Brauche ich Geländearbeit für meine Geo-Abschlussarbeit?

Nicht zwingend. Neben Geländearbeiten gibt es auch Laboranalysen (Dünnschliffe, Geochemie), GIS-basierte Studien und Modellierungsarbeiten. Die Art der Arbeit hängt vom Teilgebiet ab.

Welche GIS-Software wird empfohlen?

ArcGIS und QGIS sind die Standards. QGIS ist kostenlos und wird in vielen Studiengängen verwendet. Für Fernerkundung kommt ENVI oder Google Earth Engine dazu.

Wie dokumentiere ich Geländedaten richtig?

Im Feldbuch mit GPS-Koordinaten, Fotos, Gesteinsansprachen und stratigraphischen Profilen. Digitalisiere die Daten zeitnah in GIS oder Datenbanken.

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